Dorothea Marcus

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Eigentlich wollte ich schon als Kind Journalistin werden und verfasste Zeitungen für meine Geschwister. Später, als ich Germanistik und Geschichte in Berlin studierte, entdeckte ich meine Liebe für das Theater: Mit meiner besten Freundin erlebte ich nach dem Mauerfall eine Zeit, die Theaterhistorie schrieb. Wir diskutierten uns nach den Vorstellungen die Köpfe heiß und dachten „Wir sollten Kritiken schreiben“. Was ich heimlich auch tat. Praktika brachten mich zu ARTE nach Straßburg und nach Paris an die Kulturbehörde AFAA (France Culture), wo ich nach Herzenslust weiter das tun konnte, woraus mein Beruf immer noch vornehmlich besteht: ins Theater gehen. Auch meine Diplomarbeit waren die „Unterschiede und Gemeinsamkeiten im deutschen und französischen Theater“.

Meine Schubladen-Kritiken halfen mir, ein Volontariat in der Redaktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele zu erhalten – ein erster Eindruck von meinem Traumberuf Kulturjournalistin. Dort führte ich Interviews mit Künstlern für die Festival-Publikationen und lernte das journalistische Handwerk. Als ich ab 1999 in Freiburg lebte, fügte sich endlich alles zusammen: ich wurde Theaterkritikerin für die Badische und die Basler Zeitung sowie den Südwestrundfunk. Zugleich knüpfte ich Kontakte zu DLF und WDR, schrieb für überregionale Zeitungen, so dass ich 2005 den Sprung nach Köln wagte.

Ich arbeite nach wie vor für Radio und Print. Als freiberufliche Chefredakteurin leite ich heute die Kölner Theaterzeitung aKT, deren Büro bei punkt um beheimatet ist. Ich bin Mitglied in diversen Theaterpreis-Jurys und moderiere gerne auch kulturelle Podiumsdiskussionen.