Felix Schledde

Portrait Felix Schledde, Köln 01.02.2017

Ich hatte lange Zeit nicht den Wunsch Radio zu machen.

Ich war eines dieser überdrehten aber desinteressierten Kinder, die sich für nichts wirklich begeistern konnten. Keyboardunterricht? Abgebrochen. Tennistraining? Ebenfalls. Viel lieber habe ich vor dem Computer gehockt oder mir Geschichten für meine Kuscheltiere ausgedacht. Das wurde in der Jugend dann nicht besser. Der Wandel vom desinteressierten Kind zum phlegmatischen Teenager war eigentlich vorhersehbar und aus den seltsamen Geschichten über meine Kuscheltiere wurden Kurzgeschichten.

Schnitt. Ein paar unambitionierte Jahre später:

Während meines Studiums der Germanistik und Geschichte in Köln habe ich gemerkt, dass ich irgendwas mit Medien machen wollte. Typisch. Von da war der Weg nicht mehr weit zum Hochschulsender KölnCampus. Vier Jahre Uniradio und ein Abstecher zum Lokalradio nach Namibia haben mich dann schließlich zu den öffentlich-rechtlichen gebracht. Zunächst als Reporter für 1Live und inzwischen als freier Autor für WDR5, SWR2 und das Deutschlandradio, wo ich mich gerne und häufig mit digitalem Wandel und der Welt von morgen aus der Sicht des Gesellschaftswissenschaftlers beschäftige.

Außerdem moderiere ich in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilmfreunde e.V. das Kurzfilmfestival Köln. Mein jährlicher Ausflug aus der Audio- in die Filmwelt.

Der Junge hat also Gott sei Dank doch noch die Kurve gekriegt. Aber eigentlich geht es immer nur um eins: das Erzählen von Geschichten.